Entwicklung und Planungsstand Trailpark Heumöderntal in Treuchtlingen

Dieser Artikel bezieht sich auf den Orginalbeitrag zum Trailpark Heumöderntrails: https://heumoederntrails.de/2026/09/09/stellungnahme-was-im-heumoederntal-tatsaechlich-geplant-ist/

Warum wir nach der Informationsveranstaltung zum Bürgerbegehren einige Punkte einordnen möchten

In den vergangenen Wochen wurde viel über die weitere Entwicklung des Heumöderntals gesprochen. Bei der Informationsveranstaltung der Initiatoren des Bürgerbegehrens wurden zahlreiche Bedenken geäußert: zusätzliche Trails, Verkehr, Lärm, Naturschutz, Hochwasser, Camping, Verkehrssicherung und die Sorge, dass aus dem heutigen Trailpark immer mehr werden könnte.

Diese Sorgen und unterschiedliche Meinungen gehören zu einer öffentlichen und demokratischen Diskussion dazu. Wenn jedoch konkrete Aussagen zu Genehmigungen, Planungen oder Auswirkungen getroffen werden, sollten Befürchtungen und Vermutungen von überprüfbaren Fakten getrennt werden.

Genau deshalb möchten wir einige der derzeit diskutierten Punkte einordnen. An geeigneten Stellen werden wir auf unserer Webseite zusätzlich Ausschnitte aus Planungsunterlagen, Presseberichten, Messungen oder Stellungnahmen einblenden. Nicht jede Fachunterlage oder Genehmigung werden wir vollständig veröffentlichen – wir nennen aber transparent, worauf sich unsere Aussagen stützen.

Keine „Salamitaktik“: Die Entwicklung wurde von Anfang an öffentlich thematisiert

Immer wieder fällt der Vorwurf einer sogenannten „Salamitaktik“. Der Eindruck, der damit vermittelt wird: Erst sei ein kleiner Trailpark entstanden, danach sei der Lift gekommen, nun weitere Trails und Camping – und die eigentlichen Pläne würden immer erst Stück für Stück bekannt.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt ein anderes Bild.

Bereits 2018, also ganz am Anfang der Entwicklung der Heumöderntrails, wurde öffentlich über weitere Mountainbike-Strecken und zusätzliche touristische Angebote gesprochen.

Artikel: Die Heimat neu entdecken vom 09. August 2018 – Benjamin Huck

Artikel: Aufschwung in einer spannenden Outdoor-Region vom 19. März 2018 – Weißenburger Tagblatt

Im März 2018 berichtete die regionale Presse über den geplanten Mountainbike-Park im Heumöderntal und darüber, dass ein Hüttendorf und ein Zeltplatz folgen sollen. Nur wenige Monate später wurde erneut öffentlich beschrieben, dass zusätzlich zu den ersten beiden Trails drei weitere Strecken, ein kleiner Wohnmobilstellplatz und ein Hüttendorf für Jugendgruppen vorgesehen waren.

Hinter der damaligen Idee eines Hüttendorfs standen bereits Überlegungen zu einfachen, naturnahen Übernachtungsmöglichkeiten, wie sie später beispielsweise in Form von Glamping- oder ähnlichen Konzepten weitergedacht wurden.

Auch danach wurde die weitere Entwicklung nicht im Verborgenen geplant. Bei der öffentlichen Informationsveranstaltung zum geplanten Heumödernlift 2021 wurden neben dem Lift auch weitere Trailplanungen vorgestellt.

Die grundsätzliche Weiterentwicklung des Angebots lag damit bereits viele Jahre öffentlich auf dem Tisch. Von einer Entwicklung, deren einzelne Schritte erst nach und nach verborgen offengelegt worden wären, kann aus unserer Sicht keine Rede sein.

2022 wurde die Zukunft des Heumöderntals gemeinsam mit Bürgern diskutiert

Im Jahr 2022 lud die Stadt Treuchtlingen Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu ein, Ideen, Sorgen und mögliche Lösungsansätze für die langfristige Entwicklung des Heumöderntals einzubringen. Rund 50 Personen beteiligten sich an dieser Veranstaltung.

Artikel: “Ein Podium für Ideen” und “Wie könnte sich das Tal entwickeln?” – Treuchtlinger Kurier – 27. Juli 2022

Diskutiert wurden unter anderem Verkehr und Parken, Naturschutz, unterschiedliche Freizeitnutzungen, Tourismus und mögliche Übernachtungsangebote.

Aus heutiger Sicht ist besonders interessant, dass viele Themen, die nun erneut diskutiert werden, bereits damals offen angesprochen wurden.

Zur Entlastung der Uhlbergstraße wurden alternative Parkmöglichkeiten diskutiert. Es wurde vorgeschlagen, den Schwerpunkt stärker in Richtung Ziegelhütte beziehungsweise Staatsstraße 2216 zu verlagern.

Auch ein Zeltplatz und ein Wohnmobilstellplatz wurden von Teilnehmern als grundsätzlich mögliche touristische Nutzungen genannt. Mögliche Konflikte wie Lärm, Müll und Verkehr wurden ebenfalls thematisiert. Als Lösungsansätze wurden unter anderem eine räumliche Trennung von Nutzungen, Lenkung des Verkehrs, Kontrollen des Parkverhaltens und natürliche Abschirmungsmaßnahmen vorgeschlagen.

Beim Naturschutz wurde die Konzentration und Lenkung der Nutzung als wichtiger Ansatz gesehen. Wilde Wege sollten möglichst verhindert, bestehende Wege gepflegt und Naturschutzexperten eingebunden werden.

Viele Fragen, die heute erneut gestellt werden, sind also keineswegs plötzlich aufgetaucht. Sie sind seit Jahren Bestandteil einer öffentlichen Diskussion über die Zukunft des Heumöderntals.

Wir haben nicht nur geplant – wir haben aus Erfahrungen gelernt

Dieser Punkt ist uns besonders wichtig: Die heutige Planung ist nicht einfach die unveränderte Fortsetzung früherer Pläne.

In den vergangenen Jahren haben wir Erfahrungen gesammelt. Es gab Kritik von Anwohnern und Situationen, in denen unterschiedliche Nutzungen zu Konflikten geführt haben. Darauf haben wir reagiert.

Der damalige Rodelbahntrail in Richtung Wohnbebauung wurde stillgelegt. Nachdem Rufen und laute Unterhaltungen am Lift thematisiert worden waren, wurden direkt beim Lifteinstieg Schilder angebracht, die ausdrücklich um Ruhe und Rücksichtnahme bitten.

Auch beim Parken wurden Maßnahmen umgesetzt. Besucher werden darauf hingewiesen, nicht im Wohngebiet zu parken, sondern die vorgesehenen Parkmöglichkeiten am Volksfestplatz, an der Wiegandhalle und am Waldparkplatz Richtung Ziegelhütte zu nutzen. Falschparker wurden persönlich angesprochen und zusätzlich mit Hinweisen auf alternative Parkmöglichkeiten informiert.

Gemeinsam mit der Stadt wurden außerdem auf Wunsch zusätzliche Bäume in Richtung der Wohnbebauung gepflanzt.

Aber nicht nur der laufende Betrieb wurde angepasst – auch die zukünftige Planung wurde verändert.

Ein wesentliches Ziel der heutigen Planung ist es, zusätzliche Aktivitäten weiter von der Wohnbebauung weg und stärker in Richtung Tal zu verlagern. Die Linienführung neuer Trails wurde entsprechend überarbeitet.

Die Konsequenz aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist also gerade nicht, immer näher an die Anwohner heranzurücken. Es ist das Gegenteil: Nutzungsschwerpunkte sollen weiter vom Wohngebiet weg verlagert und Konflikte damit möglichst reduziert werden.

Wachstum mit Augenmaß statt „Erfolgsdruck“

In der aktuellen Diskussion entsteht teilweise der Eindruck, hinter der weiteren Entwicklung des Heumöderntals stehe ein wirtschaftlicher Zwang zu immer mehr Trails und immer mehr Besuchern. In einem Leserbrief wurde sogar die Frage aufgeworfen, ob das Projekt unter „Erfolgsdruck“ stehe.

Diese Darstellung entspricht nicht unserem Konzept.

Bereits bei der Vorstellung des Liftprojekts 2021 haben wir kommuniziert, dass sich das Angebot im Sinne eines sanften Tourismus langsam und natürlich entwickeln soll. An diesem Grundsatz hat sich nichts geändert.

Dazu gehört auch, dass wir das Wachstum bislang nicht durch bezahlte Werbung künstlich beschleunigt haben. Bis heute haben wir keinen Euro in klassische Werbung zur gezielten Steigerung der Besucherzahlen investiert. Die Entwicklung der Besucherzahlen ist vielmehr ausschließlich organisch erfolgt.

Natürlich kann ein attraktiveres Angebot auch zusätzliche Besucher anziehen. Unser Ziel ist aber gerade nicht maximales Wachstum, sondern eine schrittweise und möglichst verträgliche Entwicklung.

Dass dies nicht nur ein Versprechen ist, zeigen auch die Veränderungen der vergangenen Jahre: Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb sind in die weitere Planung eingeflossen. Trails wurden stärker von der Wohnbebauung weg geplant, Maßnahmen zur Besucher- und Parkplatzlenkung umgesetzt und das vorgesehene Campingangebot im laufenden Verfahren reduziert.

Auch die beteiligten Betreiber sind wirtschaftlich nicht ausschließlich vom Heumöderntal abhängig. Der Heumödernlift wird von uns im Nebenerwerb betrieben. Die Betreiber der Talstation sind selbstständig tätig, ihre wirtschaftliche Tätigkeit stützt sich jedoch auf mehrere voneinander unabhängige Bereiche.

Einen wirtschaftlichen Zwang, das Heumöderntal immer weiter vergrößern zu müssen, gibt es daher nicht.

Unser Maßstab ist deshalb nicht: Wie bekommen wir möglichst viele Menschen ins Tal?

Sondern: Wie kann sich ein bestehendes und nachgefragtes Freizeitangebot langsam, natürlich und möglichst verträglich weiterentwickeln?

9 oder 10 Kilometer neue Trails? Nein.

Bei der Informationsveranstaltung zum Bürgerbegehren wurde eine Größenordnung von insgesamt 9 bis 10 Kilometern Trails genannt. Eine solche Zahl klingt zunächst gewaltig.

Dabei ist jedoch ein entscheidender Unterschied wichtig: Gesamtlänge ist nicht gleich Neubau.

Der aktuelle Planungsentwurf begrenzt zusätzliche Mountainbiketrails ausdrücklich auf maximal 4.000 Meter Gesamtlänge bei einer durchschnittlichen Breite von 1,50 Metern.

Ein wesentlicher Teil des Trailnetzes besteht bereits heute. Wer eine mögliche Gesamtlänge aus Bestand und zukünftiger Planung nennt, sollte deshalb gleichzeitig deutlich machen, welcher Teil bereits vorhanden ist und welcher tatsächlich neu entstehen darf.

9 bis 10 Kilometer Gesamtbetrachtung sind nicht 9 bis 10 Kilometer neue Trails.

Ein Freifahrtschein für immer weitere Erweiterungen?

Eine weitere Sorge lautet, mit der aktuellen Planung werde ein Präzedenzfall geschaffen, nach dem in Zukunft immer weiter ausgebaut werden könne.

Gerade hier zeigt der Blick in die Planung das Gegenteil. Dort steht nicht „beliebig viele weitere Trails“, sondern eine konkrete Begrenzung: maximal 4.000 Meter zusätzliche Trails.

Genau dafür ist eine Bauleitplanung da: Sie schafft einen verbindlichen planerischen Rahmen und legt fest, welche Nutzungen wo und in welchem Umfang vorgesehen sind.

Interessant ist dabei auch die Vorgeschichte. Während der damaligen Diskussion um die Genehmigung des Heumödernlifts wurde gerade kritisiert, dass für das gesamte Gebiet ein übergeordneter planerischer Rahmen fehle. Ein solcher Rahmen wurde damals ausdrücklich gefordert.

Der Lift wurde anschließend im Einzelverfahren genehmigt. Mit der heutigen Bauleitplanung schafft die Stadt nun genau jenen übergeordneten Rahmen, dessen Fehlen damals kritisiert wurde.

Wer verbindliche Regeln und Grenzen für die zukünftige Entwicklung fordert, braucht gerade einen solchen planerischen Rahmen.

Sind die bestehenden Trails überhaupt genehmigt?

Im Rahmen der Diskussion entstand teilweise der Eindruck, ohne abgeschlossene Bauleitplanung könne es bislang keinen legalen Trailpark geben.

Das ist nicht zutreffend.

Die bestehenden Trails wurden in Einzelverfahren genehmigt und dabei von den zuständigen Fachbehörden geprüft. Die aktuelle Bauleitplanung dient deshalb nicht dazu, einen bislang ungenehmigten Trailpark nachträglich zu legalisieren.

Sie schafft vielmehr den planerischen Rahmen für die weitere Entwicklung des Gebietes. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Natur- und Artenschutz: Nicht behauptet, sondern untersucht

Natur- und Artenschutz gehören zu den wichtigsten Themen bei einer Entwicklung im Heumöderntal. Natürlich bedeutet auch die Anlage eines Mountainbiketrails einen Eingriff. Das bestreiten wir nicht.

Die entscheidende Frage ist deshalb, wie diese Auswirkungen untersucht, bewertet, minimiert und ausgeglichen werden.

Für die aktuelle Planung wurde eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchung fanden für ausgewählte Arten beziehungsweise Artengruppen 13 Begehungen vor Ort statt. Daraus wurden entsprechende Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen abgeleitet.

Auch der vorhandene Baumbestand wird in den Festsetzungen ausdrücklich berücksichtigt. Bei der Neuanlage von Trails soll der Verlauf an den vorhandenen Baumbestand angepasst werden, um diesen so gut wie möglich zu erhalten.

Auch notwendige Ausgleichsmaßnahmen sind Bestandteil der Planung. Eingriffe werden bewertet und die erforderlichen Maßnahmen zum Ausgleich festgelegt.

Hierfür wurde unter anderem von der Stadt eine Ausgleichsfläche in Richtung Windischhausen zur Verfügung gestellt, auf der Lebensräume ökologisch aufgewertet und Bäume gepflanzt wurden.

Man kann selbstverständlich grundsätzlich gegen zusätzliche Trails sein. Aber zu behaupten, Natur- und Artenschutz würden bei der Planung nicht berücksichtigt, wird dem tatsächlich betriebenen fachlichen Aufwand nicht gerecht.

Auch die aktuelle Stellungnahme des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) liefert hierzu eine wichtige fachliche Einordnung. Nach der im September 2026 öffentlich bekannt gewordenen Bewertung sieht das AELF bei den zusätzlich geplanten Mountainbike-Trails mit maximal vier Kilometern Länge und durchschnittlich 1,50 Metern Breite lediglich eine marginale Auswirkung auf die Schutzfunktion des Waldes.

Interessanterweise führt die Stellungnahme des AELF dennoch zu einer Änderung der Planung – allerdings nicht wegen der Trails. Kritisch bewertet wurde vielmehr die ursprünglich vorgesehene Verlegung des bestehenden Damwildgeheges auf eine Hangfläche. Nach Einschätzung des AELF könnten dort die Bodenverdichtung durch das Wild und die Beeinträchtigung der Waldverjüngung den Erosionsschutz des Waldbodens beeinträchtigen.

Auch darauf wird nun reagiert: Die vorgesehene Verlegung des Damwildgeheges wird entsprechend überarbeitet.

Und was ist mit der Schutzzone des Naturparks Altmühltal?

Auch diesen Punkt möchten wir offen ansprechen.

Ein Teil des Geltungsbereichs befindet sich derzeit innerhalb der Schutzzone des Naturparks Altmühltal. Für diese Flächen ist deshalb eine Änderung der Schutzzone erforderlich.

Der entsprechende Antrag auf Änderung der Schutzzone wurde am 12. Juni 2026 gestellt.

Im Rahmen dieses eigenständigen Verfahrens erfolgt eine weitere naturschutzfachliche und naturschutzrechtliche Prüfung.

Vorgesehen ist, die betroffenen Flächen aus der Schutzzone herauszunehmen und dafür eine andere gleichwertige Fläche in die Schutzzone aufzunehmen.

Die Schutzfläche soll also nicht einfach ersatzlos verschwinden. Und auch hier entscheiden nicht wir als Betreiber darüber, ob eine solche Änderung erfolgen kann. Dafür gibt es das vorgesehene formelle Verfahren und die zuständigen Behörden.

Die Schutzzone wird also nicht ignoriert oder umgangen – gerade deshalb läuft ein eigenes Änderungs- und Prüfverfahren.

Verkehr: Was zeigen mehr als zehn Monate Messung?

Verkehr ist eines der Themen, das Anwohner verständlicherweise besonders beschäftigt. Inzwischen gibt es dazu allerdings nicht mehr nur Einzelbeobachtungen, sondern eine umfangreiche Datengrundlage.

Die Stadt Treuchtlingen hat den Verkehr über mehr als zehn Monate mit einer fest installierten Messstelle direkt am Ende der Uhlbergstraße erfasst.

Wichtig für die Einordnung: Die Uhlbergstraße ist eine Sackgasse und keine Durchgangsstraße.

Über den gesamten Messzeitraum entfielen rund 71 Prozent der erfassten Verkehrsbewegungen auf Montag bis Freitag und lediglich 29 Prozent auf Samstag und Sonntag.

Auch während der langen Winterpause des Lifts blieb erheblicher Verkehr vorhanden. An Freitagen zeigen sich zudem immer wieder Verkehrsspitzen bereits am Vormittag oder Mittag – also bevor der Lift am Nachmittag öffnet.

Wichtig ist dabei aber auch: Die Messstelle erfasst Fahrzeuge. Sie kann nicht unterscheiden, aus welchem Grund ein Fahrzeug die Uhlbergstraße befährt. Eine einzelne Verkehrsbewegung kann deshalb nicht automatisch dem Trailpark oder einer anderen Nutzung zugeordnet werden.

Gerade deshalb zeigt die Langzeitmessung ein wesentlich differenzierteres Bild, als den Verkehr in der Uhlbergstraße pauschal dem Trailpark zuzuschreiben.

„Kein Verkehrskonzept“?

Auch diese Aussage fiel in der Diskussion.

Tatsächlich versuchen wir bereits seit Jahren, Besucher möglichst aus dem Wohngebiet herauszuhalten.

Als alternative Parkmöglichkeiten werden unter anderem der Volksfestplatz, die Wiegandhalle und der Waldparkplatz Richtung Ziegelhütte kommuniziert. Diese Hinweise erfolgen online und vor Ort.

Falschparker wurden zusätzlich persönlich angesprochen beziehungsweise mit Hinweisen auf die vorgesehenen Parkmöglichkeiten informiert.

Natürlich können wir nicht verhindern, dass sich einzelne Besucher trotz aller Hinweise falsch verhalten. Aus einzelnen Falschparkern abzuleiten, es gebe keinerlei Parkplatz- oder Besucherlenkung, ist jedoch etwas anderes.

Lärm: Nicht vermutet, sondern fachlich geprüft und im Betrieb gemessen

Auch eine zunehmende Lärmbelastung wurde als Argument gegen die weitere Entwicklung genannt. Bei diesem Thema müssen wir uns allerdings nicht ausschließlich auf subjektive Wahrnehmungen verlassen.

Im Rahmen der Genehmigung wurde eine fachliche Lärmberechnung durch TÜV SÜD erstellt. Nach Inbetriebnahme des Heumödernlifts wurde die tatsächliche Geräuschsituation zusätzlich unter realen Betriebsbedingungen durch ein Ingenieurbüro gemessen.

Das Ergebnis: Die maßgeblichen Richtwerte wurden eingehalten. Auch die untersuchten kurzzeitigen Geräuschspitzen lagen innerhalb der zulässigen Vorgaben.

Das bedeutet nicht, dass sich niemals jemand subjektiv gestört fühlen kann. Diese Wahrnehmung wollen wir niemandem absprechen.

Wenn jedoch über die tatsächliche Lärmbelastung diskutiert wird, gehört zur vollständigen Betrachtung auch, dass diese sowohl im Vorfeld fachlich berechnet als auch später im realen Betrieb überprüft wurde.

Und obwohl die Richtwerte eingehalten wurden, wurde die zukünftige Planung zusätzlich angepasst: Neue Aktivitäten und Trails sollen weiter von der Wohnbebauung weg verlagert werden.

Hochwasser 1986 – und was hat das mit den heutigen Trails zu tun?

Bei der Informationsveranstaltung wurde ausführlich auf das Hochwasser vom 17. Juni 1986 eingegangen. Starkregen und Hochwasser sind ohne Zweifel ernstzunehmende Themen.

Gerade deshalb wird die Wasserwirtschaft im Bauleitplanverfahren fachlich behandelt. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt ist am Verfahren beteiligt.

Unter anderem wird positiv bewertet, dass sich der geplante Campingbereich außerhalb potenzieller Aufstauflächen befindet.

Gleichzeitig zeigt gerade das Hochwasser von 1986: Extreme Niederschlags- und Hochwasserereignisse gab es im Heumöderntal lange vor den heutigen Mountainbiketrails.

Damit behaupten wir ausdrücklich nicht, dass Veränderungen am Boden grundsätzlich keinerlei Auswirkungen auf den Wasserabfluss haben können. Genau solche Fragen gehören in eine fachliche Prüfung.

Das Hochwasser von 1986 kann aber schwerlich als Beleg dafür dienen, dass die heutigen Trails Hochwasser verursachen – denn diese Trails existierten damals schlicht noch nicht.

Camping: Was ist tatsächlich vorgesehen?

Auch das geplante naturnahe Übernachtungsangebot wurde bei der Veranstaltung thematisiert.

Gerade hier zeigt sich, dass eine laufende Bauleitplanung kein unveränderliches Wunschkonzert ist, sondern dass Planungen überprüft und angepasst werden.

In einem früheren Planungsstand waren bis zu 15 Stellplätze vorgesehen. Im weiteren Verlauf des Bauleitplanverfahrens reduzieren wir diese Planung nun auf maximal 12 Stellplätze.

Das Angebot soll bewusst klein und naturnah bleiben und der vorübergehenden Übernachtung dienen. Eine dauerhafte Camping- oder Wohnsiedlung ist nicht vorgesehen.

Dauerhaft verbleibende Einrichtungen wie Mobile Homes oder Tiny Houses sollen auch weiterhin nicht Bestandteil dieser Planung sein.

Die Reduzierung erfolgt dabei auch als Reaktion auf die im Rahmen der öffentlichen Beteiligung vorgebrachten Bedenken. Der ursprünglich mit rund 6.000 Quadratmetern vorgesehene Bereich für Stellplätze und Übungsparcours soll nach den aktuellen Überlegungen auf etwa ein Drittel dieser Fläche verkleinert werden.

Vorgesehen sind maximal zwölf Stellplätze. Zusätzlich wird geprüft, die Zufahrt für große Wohnmobile zu beschränken. Damit sollen sowohl der Flächenbedarf als auch mögliche zusätzliche Verkehrsbelastungen weiter reduziert werden.

Auch hier zeigt sich: Die Planung ist kein unveränderlicher Entwurf. Einwendungen werden geprüft und fließen in die weitere Planung ein.

Die grundsätzliche Idee eines solchen Übernachtungsangebots ist außerdem keineswegs neu. Bereits 2018 wurde öffentlich über Hüttendorf, Zeltplatz beziehungsweise einen kleinen Wohnmobilstellplatz als mögliche Weiterentwicklung des Heumöderntals berichtet.

Auch bei der Bürgerbeteiligung 2022 wurden Zeltplatz und Wohnmobilstellplatz als grundsätzlich denkbare touristische Angebote genannt.

Die Idee ist also seit vielen Jahren bekannt – die konkrete Planung wird im aktuellen Verfahren sogar weiter reduziert und angepasst.

Konkurrenz für den Wohnmobilstellplatz am Kurpark?

Auch diese Frage wurde fachlich betrachtet.

Die Leitung Tourismus, Kultur und Marketing der Stadt Treuchtlingen hat hierzu am 30. Januar 2026 offiziell Stellung genommen.

2026_Stellungnahme_Stadtrat_Stellplatz Heumöderntal_Touri-InfoHerunterladen

Das geplante naturnahe Angebot im Heumöderntal wird dort als sinnvolle Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum bestehenden Wohnmobilstellplatz am Kurpark bewertet.

Der Grund liegt insbesondere in unterschiedlichen Zielgruppen. Während der Kurpark stärker Gäste mit Fokus auf Kur, Therme, Komfort und Erholung anspricht, richtet sich das Angebot im Heumöderntal stärker an aktive Gäste, Paare und Familien mit Interesse an Natur- und Outdoor-Aktivitäten.

Die Tourismusleitung sieht darin die Chance, neue Gästegruppen für Treuchtlingen zu gewinnen, ohne bestehende Angebote zu schwächen.

Verkehrssicherung: Wer kümmert sich um Trails und Bäume?

Auch die Frage nach Haftung und Verkehrssicherung wurde aufgeworfen. Das ist eine berechtigte Frage.

Die Verkehrssicherung wird bei uns über den Heumöderntrails e. V. organisiert.

Im Verein verfügen wir über einen ausgebildeten Baumkontrolleur, der regelmäßige Kontrollen durchführt.

Auch Pflege und Instandhaltung der Trails werden bereits heute durch Vereins- und Communityarbeit getragen. Ein erheblicher Teil dieser Arbeit erfolgt ehrenamtlich.

Verkehrssicherung und Trailpflege sind damit kein zukünftiges, ungeklärtes Problem, sondern bereits heute Bestandteil des laufenden Betriebs.

Und was ist mit Bad Wildbad?

Als warnendes Beispiel wurde bei der Veranstaltung der ehemalige Bikepark Bad Wildbad angeführt.

Ein Vergleich kann durchaus sinnvoll sein – wenn man auch die unterschiedlichen Voraussetzungen betrachtet.

Das Heumöderntal ist kein klassischer Bikepark mit ausschließlich aufwendig gebauten und stark präparierten Strecken.

Wir verstehen uns als Trailpark mit vielen naturnahen Trails.

Auch Betreiberstruktur, Pflege, Verkehrssicherung und Kostenstruktur unterscheiden sich. Bei uns werden wesentliche Arbeiten über Vereins- und Communitystrukturen sowie mit viel ehrenamtlichem Engagement getragen.

Deshalb lässt sich die Entwicklung eines anders konzipierten und anders organisierten Bikeparks nicht einfach eins zu eins auf Treuchtlingen übertragen.

Bad Wildbad kann ein Beispiel sein, mit dem man sich beschäftigt. Es ist aber kein Beweis dafür, wie sich das Heumöderntal entwickeln wird.

Ist Mountainbiken wirklich nur ein „Nischensport“?

Bei der Veranstaltung fiel auch der Begriff „Nischensport“. Unsere tägliche Erfahrung sieht anders aus.

Der Trailpark wird längst nicht nur von auswärtigen Tagesgästen genutzt. Schulen, Vereine und weitere Einrichtungen aus Treuchtlingen, der Region und der weiteren Umgebung nutzen das Gelände für Training, Kurse und Workshops.

Dazu gehören beispielsweise die Senefelder-Schule Treuchtlingen, die Mountainbike-Abteilung des DAV Treuchtlingen, der RC Germania Weißenburg, der UFC Ellingen sowie Studierende der Hochschule für angewandtes Management am Adventure Campus Treuchtlingen.

Besonders wichtig ist uns dabei der Nachwuchs.

In einer Zeit, in der Handy, Playstation, Fernsehen und soziale Medien einen immer größeren Teil der Freizeit einnehmen, können wir froh sein über Angebote, die Kinder und Jugendliche freiwillig nach draußen bringen, für Bewegung sorgen und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen.

Dabei geht es auch nicht darum, den Wald exklusiv für Mountainbiker zu beanspruchen. Wanderer, Spaziergänger, Familien, Hundehalter, Gäste der Gastronomie und Mountainbiker nutzen das Heumöderntal gemeinsam.

Die Aufgabe besteht darin, unterschiedliche Nutzungen sinnvoll zu lenken und Konflikte möglichst zu vermeiden.

Interessanterweise war genau dieser Gedanke bereits beim Start der Heumöderntrails vorhanden. Schon 2018 wurde öffentlich beschrieben, wie Mountainbiker durch eigene Trails von Wanderwegen weggeleitet werden sollten.

Auch bei der Bürgerbeteiligung 2022 wurde die Konzentration und Lenkung von Nutzungen als ein möglicher Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz gesehen. Wilde Wege sollten möglichst verhindert werden.

Das entspricht bis heute unserer Überzeugung:

Mountainbiken verschwindet nicht dadurch, dass man keine legalen Trails anbietet. Attraktive und klar ausgewiesene Strecken können vielmehr dazu beitragen, die Nutzung zu bündeln und Wildfahrerei an anderen Stellen zu reduzieren.

Fast zehn Jahre Entwicklung – nicht eine Entscheidung über Nacht

Betrachtet man die Entwicklung des Heumöderntals in ihrer Gesamtheit, ergibt sich ein anderes Bild als das einer plötzlich entstandenen Planung.

2018: Die ersten Heumöderntrails entstehen. Gleichzeitig werden öffentlich bereits weitere Trails sowie Hüttendorf, Zeltplatz und Wohnmobilstellplatz als zukünftige Ideen genannt.

2021: Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung werden der geplante Heumödernlift und weitere Trailplanungen vorgestellt. Gleichzeitig wird unser Grundgedanke eines langsam und natürlich wachsenden, sanften Tourismus kommuniziert.

2022: Die Stadt organisiert eine Bürgerbeteiligung zur langfristigen Entwicklung des gesamten Heumöderntals. Verkehr, Parken, Naturschutz, Freizeit, Tourismus und Übernachtungsmöglichkeiten werden gemeinsam diskutiert.

In den folgenden Jahren: Erfahrungen aus dem tatsächlichen Betrieb fließen ein. Der Rodelbahntrail wird stillgelegt, Ruheschilder werden aufgestellt, Parkmöglichkeiten außerhalb des Wohngebietes kommuniziert, Bäume gepflanzt und die weitere Planung verändert.

2026: Die Bauleitplanung schafft einen verbindlichen Rahmen. Zusätzliche Trails werden auf maximal 4.000 Meter begrenzt. Das ursprünglich größere Campingangebot wird im laufenden Verfahren auf maximal 12 Stellplätze reduziert. Natur- und Artenschutz werden fachlich untersucht. Fachbehörden sind beteiligt.

Und besonders wichtig: Die weitere Planung wurde bewusst so optimiert, dass zusätzliche Aktivitäten stärker weg von der Wohnbebauung und in Richtung Tal verlagert werden.

Das ist keine Entwicklung über Nacht.

Es ist ein Prozess über viele Jahre.

Die Planung verändert sich – genau dafür gibt es die Bürgerbeteiligung

Häufig entsteht in der Diskussion der Eindruck, die Bauleitplanung sei längst beschlossen und Einwendungen könnten ohnehin nichts mehr verändern. Die aktuellen Entwicklungen zeigen genau das Gegenteil.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung sind Stellungnahmen von Fachbehörden und Privatpersonen eingegangen. Diese führen nun zu konkreten Änderungen der Planung. Unter anderem wird der vorgesehene Camping- und Übungsbereich deutlich verkleinert und die Verlegung des Damwildgeheges neu geplant.

Die Änderungen könnten sogar so umfangreich werden, dass derzeit geprüft wird, ob die frühzeitige Beteiligung noch einmal wiederholt werden muss.

Genau das ist der Sinn eines Bauleitplanverfahrens: Ein Entwurf wird öffentlich ausgelegt, Bürger und Fachbehörden können Stellung nehmen, die vorgebrachten Punkte werden geprüft und die Planung kann daraufhin verändert werden.

Die aktuelle Entwicklung zeigt damit sehr konkret: Bürgerbeteiligung findet nicht nur auf dem Papier statt – sie hat tatsächliche Auswirkungen auf die Planung.

Kritik ist legitim. Fakten sollten es auch sein.

Wir wollen mit diesem Beitrag niemandem vorschreiben, wie er über die weitere Entwicklung des Heumöderntals denken soll.

Wer sagt: „Ich möchte grundsätzlich keine weiteren Trails“, darf selbstverständlich dieser Meinung sein.

Wer sich Sorgen um Natur, Verkehr, Lärm, Hochwasser oder andere Auswirkungen macht, hat jedes Recht, diese Fragen zu stellen.

Und auch wir behaupten nicht, dass es in den vergangenen Jahren keine Konflikte gegeben hätte.

Entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Wir haben auf Kritik reagiert. Maßnahmen wurden umgesetzt. Planungen wurden verändert. Aktivitäten sollen weiter von den Anwohnern weg verlagert werden. Gutachten wurden erstellt, Messungen durchgeführt und Fachbehörden beteiligt.

Unser bisheriger Umgang mit der Entwicklung zeigt außerdem, dass unser Ziel nicht darin besteht, möglichst schnell möglichst viele Besucher ins Heumöderntal zu bringen. Das Projekt soll langsam, natürlich und möglichst verträglich wachsen.

Gerade bei einem Bürgerbegehren, bei dem Bürgerinnen und Bürger eine weitreichende Entscheidung treffen sollen, halten wir es deshalb für wichtig, zwischen Meinung, Befürchtung und nachprüfbarer Tatsache zu unterscheiden.

Wo es sinnvoll und möglich ist, stellen wir auf dieser Seite Originalausschnitte und Quellen zur Verfügung. Andere fachliche Unterlagen nennen wir transparent, ohne vollständige Gutachten oder Genehmigungsunterlagen öffentlich bereitzustellen.

Sie müssen unserer Darstellung nicht einfach glauben.

Schauen Sie sich die Unterlagen an.

Prüfen Sie unsere Aussagen.

Prüfen Sie genauso die Aussagen der Initiatoren des Bürgerbegehrens.

Und bilden Sie sich anschließend Ihre eigene Meinung.

Axel Rosenbauer, Christian Wißmüller, Robert und Andreas Rieger, Sebastian Kursawe

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